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Geschichte

Engelthal im Jahre 1591, Karte von Paul Pfinzing

Die Grundstruktur des alten Dominikanerinnenklosters ist bis heute erhalten. Man erkennt die Tore, Reste der Mauern und mancher Gebäude. Das Kloster wurde 1240 von Ulrich II. von Königstein gegründet. Im 13. Jahrhundert entstanden die Bauten; schnell wurde der Konvent durch Schenkungen reich. Die bekanntesten Engelthaler Nonnen waren Christine Ebner (1277-1356) und Adelheid Langmann (1311.-1375). Das umfangreiche und vielfältige literarische Leben aus dem 14. jahrhundert ist überliefert und gibt Zeugnis von der Mystik der Nonnen: Engelthal galt als Ort göttlichen Gnadenwirkens mit großer Wirkung auch nach außen. Nach der Reformation in Nürnberg durfte das Kloster keine Novizinnen mehr aufnehmen. Die letzte Priorin Anna Tucher übergab das Kloster am 27.07.1565 mit seinen Besitzungen der Stadt Nürnberg.

Die ehemaligen Klostergebäude
A) Johanneskirche; B) Kapitelhaus; C) Speisesaal; D) Siechenhaus; E) Kreuzgang; F) Kreuzgarten; G) Wirtschaftsgebäude

Grabfunde in der Evang.-Luth. Pfarrkirche
(St. Johannis d.T.)

Hinweise zu den Gräbern in der Johanneskirche:

Auszug aus: 'Engelthal - Geschichte eines Dominikanerinnenklosters im Nürnberger Raum'
Author: Gustav Voit
Verlag: Korn & Berg Nürnberg 1977 (Schriftenreihe der Altnürnberger Landschaft, hersg. von Fritz Schnelbögl, Band XXVI)

Bei der Chorstiege befanden sich die Gräber der Nonnen Anna und Katharina Schenkinnen von Reicheneck, die etwa 1640 in den Boden gelegt wurden, und die Grabsteine Ludwigs II. Schenk von Reicheneck sowie seiner beiden Gemahlinnen Mathilde und Margarete Stör.

Grab 1, Blick nach Osten

Grab 2, Blick nach Süden

Grab 3, Blick nach Westen

Grab 4, Blick nach Westen mit Datierung (Gesamtansicht)

Grab 3, Blick nach Osten

Grab 3, Blick nach Osten mit Datierung

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